Baugenehmigungen brechen ein – was das für Ihre Kaufentscheidung bedeutet
Baugenehmigungen brechen ein – was das für Ihre Kaufentscheidung bedeutet
Die Zahlen sind eindeutig — und sie haben konkrete Konsequenzen für alle, die im Münchner Raum eine Immobilie kaufen wollen.
Der Immobilienverband IVD Süd hat die Baugenehmigungsdaten für Januar bis Oktober 2025 ausgewertet. Das Ergebnis ist ernüchternd: In der Stadt München wurden in diesem Zeitraum nur rund 4.000 neue Wohneinheiten genehmigt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 28 Prozent — gegenüber dem Zehn-Jahres-Mittel sogar einem Minus von 55 Prozent.
Im Umland sieht es kaum besser aus. Starnberg minus 42 Prozent, Freising und Ebersberg je minus 33 Prozent, Fürstenfeldbruck minus 21 Prozent. Die einzige Ausnahme ist der Landkreis München mit einem leichten Plus von 16 Prozent.
Was das konkret bedeutet:
Zwischen Baugenehmigung und fertiggestellter Wohnung vergehen in der Regel zwei bis drei Jahre. Was heute nicht genehmigt wird, steht 2027 und 2028 nicht zum Kauf bereit. Das bedeutet: Das Angebot an Neubauwohnungen wird in den nächsten Jahren weiter sinken — nicht steigen.
Wer jetzt kauft, tut das in einem Markt, in dem das Angebot noch vergleichsweise überschaubar, aber vorhanden ist. Wer wartet, wird in zwei bis drei Jahren deutlich weniger Auswahl haben. Und bei gleichbleibender oder steigender Nachfrage bedeutet weniger Angebot: höhere Preise.
Das ist kein Argument dafür, überstürzt zu kaufen. Aber es ist ein Argument dafür, die Entscheidung nicht auf die lange Bank zu schieben — wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
FAZIT FÜR KAUFINTERESSIERTE
Das Fenster für eine gut sortierte Projektauswahl ist jetzt offen.
In 2–3 Jahren wird das Angebot deutlich knapper sein. Wer sucht, sollte aktiv bleiben.